Gestaltungsrückblicke

Was man so alles schafft, wenn man auf so überschätzte Dinge wie Schlaf oder soziale Kontakte verzichtet. So nähert sich meine WordPress-Seite zunehmend der Perfektion (so richtig fertig wird man da ja aber nie) und mittlerweile wird auch die Myspace-Seite einem einheitlichen Look entsprechend angepasst. Im Verlauf dieser Erkundung meiner Programmierfähigkeiten kam ich zu der ein oder anderen Erkenntnis:

Warum gibt es zum Beispiel weder bei WordPress noch bei Myspace eine ordentliche „Bedienungsanleitung“? Jede kleine Info muss man sich mühsam aus tausenden verschiedenen Foren zusammen suchen. Es gibt zwar jede Menge vorgefertiger Layouts zum Herunterladen und Einfügen aber will man von Grund auf selbst eine Gestaltung vornehmen, ist man erstmal tagelang damit beschäftigt, CSS-Klassen, Schriften usw. zuzuordnen. Zwischendurch fragt man sich dann so manches Mal, was zum Beispiel die Myspace-Macher auf Namen, wie orangetext15 oder lightbluetext8 gebracht hat, LSD-Trip? schlechtes Dope?? Man kann ja Myspace noch zugute halten, dass damals noch niemand geahnt hat, wie populär das Ganze wird und der Drang nach Individualisierung wurde ja auch von verschiedenen Seiten erkannt und mit Profil-Baukasten-Programmen so gut es geht Abhilfe geschaffen. Ich träume trotzdem von dem Tag, an dem man mittels Drag-Drop auf einer WYSIWYG-Oberfläche sich seine Traumseite zusammenbasteln kann. Eine Art iWeb-Gestaltungsmöglichkeit mit den Funktionen von WordPress … das wäre doch mal was.

Weil wir gerade das Thema Foren angesprochen haben: Die Internet-Gemeinde ist ja immer unglaublich hilfreich, das muss vorher gesagt sein! Aber warum wird bei vielen Problemen immer nur eine halbe Antwort gegeben? Die meisten Fragen kommen entweder von totalen Anfängern oder von Leuten, die schon dies und das probiert haben und sich irgendwo festgefahren haben. in beiden Fällen ist zur erfolgreichen Lösung des Knotens doch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung das Notwendige. Meist aber wird ein Schritt in der Kette entweder vernachlässigt („Das baust du dann da ein und Gut is“ – ja, wie denn wo denn und überhaupt?!?!?) oder fehlt völlig. Zur Umsetzung einiger meiner (zugegebener Maßen nicht ganz gewöhnlichen Ideen) musste ich mir die dafür nötigen Schritte immer aus mehreren Foren zusammensuchen, obwohl die jeweiligen Beitragssteller die gleichen Schwierigkeiten wie ich hatten.

Und zum Abschluss mein langsam traditionell werdender Rundumschlag gegen eine gewisse Software-Schmiede. Warum bei gleichem Code und somit bei gleichen Darstellungsanweisungen sich trotzdem bei unterschiedlichen Browsern immer wieder an den unmöglichsten Stellen Darstellungsunterschiede auf der Webseite einschleichen, muss man nicht unbedingt verstehen, ist aber meist noch halbwegs zu verschmerzen. Was aber besonders ein spezieller Browser so alles an gutem Zureden braucht, um das zu machen, was die anderen Browser mit einem lässigen Schulterzucken verarbeiten, geht über mein Verständnis hinaus.

Aber ist ja schließlich alles Wurst, die böse Technik wurde ja weitestgehend gebannt. Ich bin also guter Dinge, dass sich meine nächsten Blogs nicht mehr um Programmiersprachen und Browserspinnereien drehen, sondern dass auch mal wieder Musik zum Thema gemacht werden kann.

in diesem Sinne

eighty